


Tourenleiter: Klaus Alpiger
Ziel : Gemsfairen-Fridolinshütte-Tödi
Teilnehmer : Burgener Oskar, Hallenbarter Klaus, Rizzi Mario, Röderer Detlef
Samstag, 18. April : Nachmittag: Bahnfahrt nach Linthal (Kt. GL) in 4 Std., Nachtessen im Hotel Raben, Übernachtung in der Auenlodge (altes Schulhaus).
Sonntag, 19. April : Taxi bis Urnerboden (Talstation LSB Fisetengrat), LSB Fisetengrat (6er-Kabinen), Aufstieg zum Gemsfairen (950 m), Abfahrt nach Ober Sand, Aufstieg über Ochsenstock zur Fridolinshütte (350 m), Übernachtung, ca. 30 Personen in Hütte,
Montag, 20. April : 05.00 – 10.00 Uhr Aufstieg zum Tödi (1500 m), kurzes Stück mit Steigeisen zur Überwindung des oberen Gletscherabbruchs, ca. 10 - 20 cm Neuschnee, Abfahrt und kurzer Gegenanstieg zur Porta da Gliems, steiler Abstieg nach Süden am Fixseil, Abfahrt und Rechtsquerung zur Scharte 2998, Abfahrt ins Val Russein (Hart-, Sulzschnee), kurze Gewittereinlage, im Nassschnee das Tal runter bis zum Bündner Haupttal Surselva, zu Fuss ca. 1 Stunde auf Forststrasse und Asphaltstrasse bei schönstem Sonnenschein zur Bahnstation Somfix-Compadials exakt zur Zugsabfahrt.
Rückfahrt über Disentis-Andermatt nach Brig in 3.5 Stunden.
Total 2900 Höhenmeter Aufstieg in einer für alle Teilnehmer neuen Gegend,
Wetter durchzogen, auf dem Tödi Nebel, keine Sicht, leicht windig, Schnee recht gut (Pulver, hart, Sulz, nass, Lawinenzüge), am Schluss einige wilde Wald- und Holzquerungen.
Alle Teilnehmer sehr zufrieden, etwas „geruchvoll“ und ziemlich müde. 


Senggcuppa - Abfahrt Ostflanke 5. April |
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Tourenleiter: Silvan Zenklusen
Teilnehmer: Nicole Stockalper, Fredy Seiler, Philipp Salzmann, Carlo Arnold, Mathias Zuber, Kilian Walther, Urban Arnold, Kilian Bumann
Route: Karte
Höhenmeter: 2040
Fotos: Kilian,
Bericht: Kilian
Ein Traum wurde wahr Silvan hat uns wieder zu einer tollen Tour im Simplongebiet eingelanden und acht SAC-Mitglieder folgtem dem Aufruf. Auch wenn 2040Hm Aufstieg angesagt waren. Um 6.00 Uhr wurde bei besten Verhältnissen beim Parkplatz Engiloch gestartet. In einem angenehmen Tempo ging es den Wysse Bode hinauf. Flugs waren wir beim Sirwoltensee, wo unsere erste Kurzpause angesagt wurde. Kurz nach der Pause wechselte der harte Schnee in Pulverschnee und es kam eine grosse Freude auf. Wenn die Verhältnisse so super sind, so wird es wahrscheinlich auch eine super Abfahrt geben. Doch nun standen dem Ziel immer noch 1500Hm bevor. Aber beim Gedanken an eine Superabfahrt war dies wirklich zu meistern. Unserer erstes Etappenziel Punkt 2812m rückte immer näher. Spitzkehre um Spitzkehre kam das Ziel immer näher und Urban hatte die Spitzkehren dann auch super im Griff. Für einen eingefleischten Snowboarder eine super Leistung bei der zweiten Skitour. Bei Punkt 2812m in der wärmenden Sonne wurde der Fellwechsel vorgenommen und die Tourenschuhe auf Skifahren eingestellt. (Die meisten machten es so).
Nach der ersten Abfahrt eben nicht Pulver, sondern leicht gedeckelt kam der zweite Fellwechsel an die Reihe, wieder im Schatten war dieser Vorgang schnell von statten gegangen, denn man wollte wieder in die wärmende Sonne. In einen flotten Tempo ging Silvan die Hänge des Gamsergletscher hoch. Bald sahen wir schon den Rossbodenpass, welcher eine Abfahrtvariante für uns sein könnte. Jedoch war der Gedanke immer bei der Ostflanke welche sicher auch super Verhältnisse haben wird. Aber eben sein und könnte. Zu dem Zeitpunkt wussten wir es eben noch nicht.
Nach einer weitern Pause zielte Silvan in Richtung Sattel Gamserkopf - Senggcuppa. Kurz vor der Senggcuppa wurden die Harscheisen dann montiert welche sich als sehr nützlich erwiesen. Unter der Schneedecke ca. 10 cm war Blankeis. Also musste sehr vorsichtig und angepasst der Hang aufgestiegen werden. Auch dies gelang der Grupps mit Bravur und so stand dem Gipfelerlebnis nichts mehr im Wege. Nach 6 1/2 Stunden standen wir auf dem Gipfel der Senggcuppa. Der Blick in die Fletschhorn Norwand ist von hier aus mehr als eindrücklich.
Nun waren die Gedanken schon bei der Abfahrt. Die Verhältnisse im Aufstieg waren genial, wie sind die wohl in der Flanke? Nebel steigt auf und wir machen uns schleunigst auf die Abfahrt zum Joch. Die ersten Blicke in die Flanke sind schon eindrücklich. Ein kurzer Teil scheint eissig zu sein und die Steilheit ist über 100%. Das heisst 100 prozentiger Einsatz wenn wir die Flanke abfahren wollen. Kurz wird vor der Flanke beraten und der Entscheid zum Fahren gefällt.
Silvan fährt vorsichtig in die Flanke und alle sind gespannt wie es sein wird. Als ein Jauchzen zu hören war, war für alle klar, dass wird eine Abfahrt der Superlative. In Sicherheitsabständen wiurde die Flanke befahren. Von einer Felsinsel zur nächsten, einfach unbeschreiblich schön. Pulverschnee vom Feinsten und dies in einer solch steilen Flanke, was will man noch mehr? Für alle war dies ein Erlebnis der Sonderklasse. Auch Silvan der sehr ortskundig ist, meinte dies komme vielleicht alle 10-20 Jahre einmal vor. Glücklich und Heil kamen alle beim Biwak an, wo Silvan noch den Kontrollgang durchführen musste.
Nach dem Biwakbesuch konnten wir unsere Superabfahrt fortsetzen. Bis zum Rossbodustafel auf ca.2000m hatten wir den feinsten Pulverschnee. Danach Sulz bis zur Egga aber immer tragender Schnee. Einfach perfekt.
Kaum in der Egga angekommen war der organisierte Taxidienst "Amore" schon zur Stelle. Maria war mit ihrem Auto hergefahren, damit wir die Autos im Engiloch holen konnten. Nach dem Autotransport genossen wir auf dem schönen Dorfplatz in Simplondorf die Sonne im schönsten Gartenrestaurant im ganzen Dorf.
Silvan herzlichen Dank für die ausgezeichnete Führung 


Schinhorn Binntal 19. März |
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Tourenleiter: Markus Studer
Teilnehmer: Gisela Studer, Irmgard Anthenien, Nicole Stockalper, Adolar Zimmermann, Andreas Zimmermann, Franzisko Zimmermann, Gaston Gottsponer, Heinz Zimmermann, Heinz Stoffel, Michael Studer, Rafael Zimmermann, Silvio Heinzmann, Stasi Heinzmann, Urs Heinzmann, Marco Imhof, Heinz Schmid, Detlef Roederer, Bernhard Walker, Kilian Bumann
Route: Karte Tour 683d
Höhenmeter: 1410
Fotos: Kilian, Adolar,
Bericht: Kilian
Aufgrund der Meldung, dass die Strasse Binn - Im Fäld tagsüber gesperrt werde, mussten unsere Autos im Binn parkiert werden. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an unser Mitglied Marco Imhof für den Taxidienst. (Strasse wurde dann doch nicht gesperrt warum und wieso, das sei dahingestellt.)
Nach einer sternenklaren Nacht konnte dann am Morgen bei angenehmen Temperaturen im Fäld gestartet werden. Nicht weniger als zwanzig SAC'ler folgten dann dem kompetenten Leiter Markus die Hänge hinauf. In einem flotten Tempo legte Markus eine neue Spur in den Schnee, wo wir uns schon einige Gedanken machten, ob der Pulverschnee bis am Mittag hält. Nach 1 Stunde und zwanzig Minuten machten wir beim Mässersee den ersten Zwischenhalt. Die Pause wurde zur Stärkung genutzt, um den zweiten Teil in Angriff zu nehmen. Durch die optimale Spuranlage und das tiptope Tempo waren wir im Nu durchs Hotäl beim Schwarzsee. Jetzt wartete nur noch der Schlusshang über den Mittelbärgpass zum Grossen Schinhorn. Kurz vor dem Gipfel mussten wir dann ein Skidepot machen und die letzten 30 Höhenmeter zu Fuss gehen. Genau nach 3 Stunden und vierzig Minuten war der Gipfel erreicht. Ein tolles Erlebnis bei diesem Wetter, nur der Wind wurde immer stärker und kläter und so verweilten wir nicht so lange auf dem Gipfel. Es hatte ja auch nicht genug Platz für alle. (Max. Platz für 16 Personen, dann wirds eng.)
Dann begann der zweite schöne Teil der Tour, die Abfahrt. Der erste Teil der Abfahrt war windgepresster Schnee der super zum Fahren ging. Dann nach dem Schwarzsee begann das Pulversuchen und es gab Pulverschnee vom feinsten und noch unverspurt, wer hätte das schon gedacht? Bis zum Mässersee konnte man sich entscheiden für Pistenmässiges Skifahren oder eben herrlichen Pulver.
Beim Mässersee wurde dann die Mittagspause eingelegt. Sprichwörtlich mit Kaffee und Kuchen. Danke den Spendern für die feine Nusstorte, Pinot, Oel de Perdrix, Johannis und Heida. Nach dieser Stärkung kam dann das Dessert. Bis hinunter zur Strasse fanden wir den feinsten Pulverschnee vor. Das war wirklich ein super Dessert das so richtig genossen werden konnte.
Unten Im Fäld angekommen, kam wieder der Taxidienst von Marco zum Zuge. Anschliessend fuhren wir nach Binn, wo wir im Restaurant Albrun die Tour erfolgreich abschlossen.
Herzlichen Dank für die tolle Kameradschaft und die gute Führung 


Tourenleiter: Hallenbarter Klaus
Teilnehmer: Imoberdorf Toni, Seiler Alfred, Walther Fabienne, Bürcher Marki (Blindgänger), Rizzi Mario, Albrecht Franz, Pfammatter Astrid, Salzmann Philipp.
Route: Karte Tour 771
Fotos: Franz
Bericht Philipp Salzmann
Höhenmeter: 1110
Gipfel erreicht: Nein. Aufstieg bis 2460 m, solange im Aufstieg mit Ski möglich, und auch für die Abfahrt interessant.
Verhältnisse: Beim Start in Ulrichen minus 14 Grad. Angenehme Temperatur im Aufstieg. Himmel wolkenlos. Oberhalb 2000 m etwas windig.
Lawinengefahr im Goms im allgemeinen ziemlich gross, auf unserer Aufstiegs- und Abfahrtsroute keine Gefahr. Schnee teilweise hart, teilweise Pulver, teilweise sulzig, teilweise Karton... auf unserer Abfahrtsstrecke, gute Verhältnisse, viel Spass.
Routenbeschreibung
Start in Ulrichen , zum Loch, um 0752, auf 1350m. Aufstieg durch Uelriche Blase (Blaswald) hinauf zum Senntum Stafel, weiter zum Ran Stafel. Frühstückshalt. Weiter, durch vom Wind verformten Schnee, bis 2460 m. Ein kleines Gläschen Johannisberg und Mittagspause um 1108.
Abfahrt in unterschiedlichem, aber meist gut fahrbarem Schnee.
Astrid meinte: Schönes Wetter, Super Schnee, Lustige Truppe, Herrliche Stürze
Bergretter (Marki) in Griffnähe.
Die Tour war dank kundiger Führung ein voller Erfolg. Aufstieg in gemächlichem aber stetem Tempo durch sicheres Gelände nach oben. Abfahrt in jeweils bestem Schnee. Klaus war nicht das erstemal unterwegs im Blaswald. 


Teilnehmer: Angelika, Karin, Irmgard, Klaus, Fredy, Fidelis, Mario, Kilian
Fotos: Kilian
Route: Karte Route 742b
Bericht: Fredy
Der Wetterbericht ist ausgezeichnet……………, so stand es im Internet. Den letzten Wetterbericht habe ich nicht gesehen, er soll weniger rosig gewesen sein. Klaus Hallenbarter hat sich überlegt, ob er die Tour absagen sollte. Er hat es nicht getan! So starteten wir als kleine Gruppen von sieben Alpinisten (einige haben abgesagt) in Ulrichen bei zweifelhaftem Wetter aber mit guter Laune und voller Hoffnung. Die Temperatur war angenehm. Etwas kälter wäre besser gewesen, dass zeigte sich bei der Abfahrt. Klaus schritt in zügigem Tempo voraus. Wir machten nur kurze Pausen, denn gemäss Vorhersage konnten wir keine Wetterbesserung erwarten. Trotzdem schimmerte die Sonne manchmal leicht durch und am Himmel zeigten sich einige blaue Flecken. So erreichten wir nach knapp 4 Stunden den Gipfel. Und siehe da, - sind wir eigentlich auf einer Sektionstour? Andere Ortsgruppen der Sektion Monte Rosa sind über andere Routen auf den Gipfel gestiegen und wir trafen eine grosse Anzahl Bergkameraden. Klaus gönnte uns nicht viel Zeit zum Verpflegen, von Ausruhen nicht zu sprechen! „Die Sichtverhältnisse sind momentan gut“, aber er wollte mit uns auch als erste Gruppe hinunterfahren. Dagegen gab es nichts einzuwenden. So fuhren wir also los. Die Schneeverhältnisse waren manchmal gut, manchmal weniger, aber um uns bei Laune zu halten machte auch Klaus eine Akrobatikeinlage. Den Salto hätten sie sehen sollen! Je mehr wir uns Ulrichen näherten, desto schwerer wurde der Schnee. Aber wir sind müde und zufrieden angekommen. Danke Klaus, dass du die Tour nicht abgesagt hast.


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Camoscellahorn 21. Februar |
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Teilnehmer: Fabienne, Karin, Nicole, Carmen, Silvan, Anton, Detlef, Philipp Summermatter, Philipp Salzmann, Adolar, Bernhard, Kilian S., Kilian B.
Fotos: Adolar, Kilian
Route: Karte Route 610b
Bericht: Carmen
Mit strahlend blauem Himmel sowie für den Simplon wohl aussergewöhnlich angenehme Temperaturen liessen den Tag viel versprechend werden. Und wir wurden nicht enttäuscht. Unser ortskundige Führer Silvan wusste immer und überall etwas zu berichten. So wissen wir nun auch (wer es bis jetzt noch nicht wusste), dass das Simplongebiet viele Möglichkeiten bietet um für mindestens 2 Wochen von einem Hügel zum nächsten zu touren, ohne den gleichen Weg zweimal zu gehen…hätten wir nur die Zeit dazu! Im Aufstieg konnten wir die Folgen der Naturgewalt in den Bergen sehen. Die herunterhängenden Kabel eines zerstörten Strommasten nach einer Lawine liessen das Donnern und Krachen nur erahnen. Ich dachte nur: Hoffentlich halten die Bäume das gespannte Kabel noch, bis wir aus der Zone raus sind. Die Bäume hielten… auch noch als wir wieder herunterfuhren.
Die Hoffnung, schön verschneite Hänge herunterzupulvern war zwar vergebens, doch hätte es mit Bruchharst schlimmer sein können. Der schon fast sulzige Schnee im Februar mit abschnittsweisen Pistenverhältnissen war auch nicht so schlecht. Jedenfalls haben im Wald alle den Bäumen ausweichen können.
Fär z’Paläntufäscht z’Simpilu häts nimmä glängt. Da hengi wär 2-3Gäng gschwinder miässu loifu. Aber zum Abschluss äpis zämu ga trichu siwer dä glich… und erscht no mit dum Krach va der Chruitfrässer-Guggumüsig in du Ohrini. Was färä Üsglich zär Stilli in du Bärga…
Idrick vamä niibu SAC-Mitglied, wa sicher no meh wird derbi si. 


Punta Diei- Monte Cistella 31. Januar |
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Tourenleiter: Klaus Alpiger, Bergführer
Teilnehmer: Peter Planche, Stefan Gsponer, Thomas Käsen, Bernhard Walker, Anton Imoberdorf, Fidelis Heinzmann, Franz Albrecht, Klaus Alpiger, Fidelis Sonnendrücker, Heinrich Sonnendrücker, Angelika Stutz, Regula Truffer, Elsbeth Honegger, Karin Merk (Altersunterschied der Teilnehmer beachtliche 40 Jahre)
Bericht: Anton Imoberdorf
Fotos: Klaus Alpiger
Wohlgemut überquerten wir den Simplon in Erwartung eines erlebnisreichen Tages, der sich mit einem tiefblauen Himmel ankündigte. In Varzo wurde ein erster Entscheid über den Verlauf der Tour gefällt. Die Schneeverhältnisse erlaubten keine Abfahrt bis nach ganz unten. So fuhren wir die Serpentinen hinauf ins Hochtal Richtung Alpe Veglia bis nach San Domenico. Von da an ging's zügig bergan und dies im doppelten Sinn des Wortes. Auf Anlagen des letzten Jahrhunderts schaukelten wir hinauf auf die Alpe Ciamporino.
Ein herrlicher Tag, trotz des eisigen Windes, der die Bergflanken herunterblies. Eine Kaffeepause wurde anberaumt, um sich ein wenig aufzuwärmen. Weitere Anlagen, z. T. etwas neueren Datums, beförderten uns auf eine Höhe von ca. 2500 Meter über Meer unterhalb des Pizzo del Dosso zum eigentlichen Ausgangspunkt der Tour.
Wer nun meint, Klaus hätte es uns gar leicht gemacht, der irrt. Immerhin hatten wir ca. 750 Höhenmeter per pedes apostolorum geschafft; ganz zu schweigen von den zirka 2000 Höhenmeter Abfahrt in unterschiedlichen Schneeverhältnissen.
Zugegeben, auf den ersten paar hundert Metern ging es sehr gemächlich bergan, aber dann mussten zum Teil recht steile Hänge gemeistert werden. Zwei Italiener hatten bereits eine Spur gelegt. Klaus aber fand diese nicht besonders gut und zog eine eigene in den Triebschnee, der sich in den Mulden angesammelt hat. Bald war die wärmende Sonne unser Begleiter. Auf dem Pizzo Diei (2906 m ü.M.) bot sich uns eine grandiose Rundsicht, die unsere Herzen höher schlagen liess. Bekannte und weniger bekannte Gipfel waren beinahe rundum aufgereiht. Namen und Zahlen wurden herumgeboten. Einige Aussagen wurden angezweifelt, die aber dann mittels Karten oder von Insidern verifiziert wurden. Es kam mir schier vor, als ob einige Berge nicht am selben Ort stünden. Ist mir mein Orientierungssinn völlig abhanden gekommen? (Natürlich ist dem nicht so, nur die Position des Beobachters hat sich geändert!) Es würde den Rahmen dieses kurzen Berichtes sprengen, selbst nur die bedeutendsten Gipfel aufzuzählen. Einer sei hier trotzdem erwähnt. Er ist nicht der höchste und auch nicht der schönste Gipfel der Alpen. Nein, nur deswegen, weil er ganz im Osten noch mit Bestimmtheit auszumachen war: der Tödi. Ich nehme an, dass die (einsetzende) Föhnlage uns zu dieser grandiosen Fernsicht verhalf.
Eine kurze Abfahrt in einen Sattel stand uns bevor, die mit einer Schussfahrt über ein überdimensioniertes Waschbrett, sprich Unebenheiten, geformt und poliert von Winden, endete. Es ging darum, möglichst weit und ohne grossen Aufwand auf die andere Seite zu gelangen. Ich wurde auf dieser Schussfahrt ganz gehörig durchgerüttelt.
Felle aufziehen und weiter im Gleichschritt zu unsrem nächsten Ziel der Begierde, dem Monte Cistella mit 2880 m Höhe. Die letzte Stufe musste zu Fuss bewältigt werden. Wie meinte doch Klaus: Alle folgen wie die Gämsen. Mein Kommentar zu diesem Vergleich: Es sind auch Steinböcke darunter, die es etwas gemütlicher angehen, langsamer in ihren Bewegungen und vor allem behäbiger! Im Süden war ein riesiges Nebelmeer auszumachen. Sukzessive drängten sich Ausläufer ins Valle Antigorio, ins Valle Bondolero, in Richtung Alpe Veglia und weiter bis zum Kaltwasserpass.
Nach einer kurzen Rast beim Rifugio Leonie (Biwak) bestiegen wir vor lauter Übermut nochmals den Pizzo Diei. Von da an ging's nur noch abwärts, von einer kurzen Beförderung per Skilift abgesehen, zurück zum Ausgangspunkt der eigentlichen Tour. Eine Tour, welche im SAC-Programm der Ortsgruppe Brig als 'ZS' ausgeschrieben war.
Ein unvergesslicher Tag! Alle hatten ihre helle Freude. Etliche Varianten wurden durchgespielt: Harsch- und Pulverschnee, Karton und vom Wind polierte Bereiche, die Harscheisen erheischten, Wellbleche bzw. Waschbretter grösseren Stils und bestpräparierte Pisten, strahlende Sonne und zuletzt das Eintauchen in eine dicke Nebelbank, so dass man kaum die nächste Pistenmarkierung ausmachen konnte. Weiter unten, als das Grau sich langsam lichtete, eröffneten die jüngeren Teilnehmer (in der Sturm- und Drangzeit!) ein veritables Pisten- bzw. Strassenrennen.
Zurück in San Domenico. Rundum zufriedene Gesichter.
Klaus Alpiger sei an dieser Stelle für diese tolle Tour in einer für die meisten von uns mehr oder weniger unbekannten Gegend ein Kränzchen gewunden. Vergelt's Gott und bis zum nächsten Mal. Allen ein Dankeschön für die gute Kameradschaft.
Arrivederci!

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